Bandit

Ein guter Freund

-  Sein neues Zuhause
Man kann sehen wie wohl er sich fühlt und sich einfach toll in seiner Familie eingelebt hat. Sein Herrchen hat mir sogar verraten das er ein ganz "Verrückter" ist und selbst die Zunge seiner Turnschuhe tragen Bandit's Namen.

Diese Bilder sind teilweise am Abrichtungsgelände entstanden und zeigen natürlich auch die Siegerehrung ;o))

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-  Ein schwerer Start - aber mit Happyend
bandit1__1266666844.jpg Bandit war ursprünglich als Weihnachtsgeschenk gedacht. Wie es nun aber oft so kommt wollte die Beschenkte gar keinen Hund. So war Bandit wieder bei seiner "Beschafferin", die aber selbst schon zwei Hunde hatte und eigentlich keine Zeit mehr für einen Dritten. Er war eben das so genannte dritte Rad am Wagen! Trotz mühevoller Suche wollte niemand den lieben und wunderschönen Kerl. Ich lernte Bandit dann mit 18 Monaten kennen, durch Zufall habe ich von ihm erfahren. Mein erwachsener Stiefsohn suchte einen Hund. Wir waren vom ersten Augenblick an von dem Burschen begeistert und Bandit lebte sich toll bei ihm ein. Aber scheinbar ist Bandit ein Unglücksrabe, denn ein halbes Jahr später hatte sein neues Herrchen einen schweren Unfall mit Verdacht auf Querschnittslähmung und so mussten wir schweren Herzens ein neues zu Hause für den Burschen suchen. Bei uns konnte er leider nicht bleiben, weil er sich absolut nicht in unser bestehendes Hunderudel integrieren lies. Ja, natürlich wir hätten die Möglichkeit gehabt ihn vom Rudel zu trennen, aber das hätte dann nicht wirklich Sinn gehabt immer ihn oder unsere Hunde abwechselnd in den Zwinger zu sperren. Das hat kein Hund auf Dauer verdient. Als Notlösung geht das kurzfristig schon mal, aber nicht auf Dauer. Im Endeffekt leiden alle darunter. Und einen bzw. mehrere Hunde über Nacht bei jedem Wetter in einen Zwinger zu sperren? Nein !

So kam es, dass eines Tages Freunde von uns zu Besuch waren und als sie aufbrachen Bandit mitgehen wollte. Nachdem bei ihnen der große Familienrat zusammengekommen war, entschloss man sich den Kerl aufzunehmen. Wirklich jeder dachte es wäre eine Lösung auf Dauer, aber wie das Leben oft mit einem so spielt ging die Ehe nach ca. 2 Jahren auseinander und Bandit wurde zum Scheidungswaisen. Zuerst traf man noch die Vereinbarung sich abwechselnd um ihn zu kümmern, denn Herrchen konnte ihn leider aus beruflichen Gründen nicht ganz zu sich nehmen. So gerne er das gewollt hätte. Nach einem Jahr aber dann wurde es scheinbar für die Exfrau zu mühsam sich um den Prachtkerl zu kümmern. Vieles war interessanter und wichtiger als eben der Vierbeiner. Man hatte einfach keine Zeit mehr. Von einem Tag auf den anderen bekam Herrchen den Burschen in die Hand gedrückt, nach dem Motto: "Dein Hund - kümmere Du dich drum!"

Nachdem ich davon erfahren hatte, versuchten Bandits Herrchen und ich eine Lösung für den Burschen zu finden. In der ersten Verzweiflung fuhren wir zum Wr. Tierschutzhaus um ihn dort abzuliefern: Ich konnte ihn jetzt nun absolut nicht mehr zu mir nehmen, da ich in der Zwischenzeit selber geschieden worden war und mit einem Rüden und einer Hündin in einer her kleineren Wohnung lebe. So saßen wir eben an diesem Tag im Auto vor dem Wr. Tierschutzhaus, hörten die dortigen Insassen heulen und heulten uns selbst die Augen aus dem Kopf. Nein, wir schafften es nicht Bandit dort abzugeben und so fuhren wir zu mir nach Hause und es wurde die Wohnung geteilt. Einmal befanden sich meine beiden Hunde in Küche und Vorzimmer und Bandit im Wohnzimmer und Kinderzimmer und nach einiger Zeit wurde eben gewechselt. Aber auf Dauer war das natürlich nicht durchführbar.

Eine vorübergehende Lösung trat dann insofern ein, als sich die Tochter von Bandits Herrchen bereit erklärte vorerst, bis für den Burschen ein Platz gefunden war, bei ihren Vater einzuziehen. Sie kümmerte sich nun in der Zeit wo Herrchen im Dienst war um Bandit. In der Zwischenzeit arbeitete ich am Computer auf Hochtouren, schrieb Vereine, Züchter und Privatpersonen per Mail an um einen guten Platz zu finden. Selbst der Verein für weiße Schäferhunde bemühte sich mit mir um eine Lösung und nach einiger Zeit meldete sich ein Ehepaar aus Deutschland bei mir. Das Interesse war groß und sie hatten schon einen Weißen gehabt nur sei der vor kurzem gestorben. Als ich das erste Mal ein Bild von diesem verstorbenen Hund sah, dachte ich zuerst Bandit blickt mir entgegen, so ähnlich schauten sich die Beiden. Tja, nun wurde es wirklich ernst und wir vereinbarten einen Tag wo die Interessenten nach Wien kommen und sich Bandit anschauen würden.

So kam es also das wir uns an einem Sonntag trafen, auch die kleine Tochter der Besucher war dabei und sie war es ,der Bandit sofort alles erlaubte, die mit ihm spielen durfte und bei der er ganz vorsichtig war, entgegen seiner sonst oft recht ungestümen Art. Bis am späten Nachmittag wurde geredet und geredet, damit die Interessenten soviel wie möglich von Bandit erfahren. Ich hatte ein wirklich gutes Gefühl bei dem Gespräch, meine einzige Angst war das die lieben Leute noch zwei Katzen haben und wir alle nicht wussten wie Bandit damit umgehen würde. Gemeinsam hofften wir das die Katzen den Neuen akzeptieren würden, denn diese waren ja schon einen Hund gewöhnt. Am Nachmittag war dann die endgültige Entscheidung getroffen, Bandit sollte nach Deutschland umziehen. Oh Gott..... so weit weg!!! Aber da muss man in erster Linie eben an den Hund denken und nicht an sich selber und so schwer es uns allen fiel - es musste sein!
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Am späten Nachmittag machte man sich schließlich zum Aufbruch fertig Bandits Nochherrchen und ich gingen mit weichen Knien und weinenden Herzen mit den neuen Besitzern zum Auto. Das Töchterchen wurde kurzerhand mitsamt ihrem Kindersitz auf den Beifahrersitz verbannt und das neue Frauchen setzte sich mit Bandit in den Fond des Wagen. Woooow, Bandit fährt nun einen Stern....grins! Hoffentlich bringt dieser Stern ihm Glück, war einer meiner Gedanken. Der Abschied dauerte lange, aber Bandit stieg ohne Probleme in das Auto, so als wüsste er Bescheid. Wusste er es wirklich? Tja, ein letztes Händeschütteln und dann ging es los. Der Motor sprang an, die letzte Wagentür schloss sich und das Auto fuhr los. Wir winkten bis der Wagen um die nächste Ecke bog und die Tränen liefen uns über die Wangen, keiner war fähig auch nur etwas zu sagen. Jeder heulte für sich, lange wurde nichts gesprochen.

Nach ca. 1 Stunde kam ein Anruf vom neuen Banditherrchen, da hieß es: "Es ist alles in Ordnung, Bandit liegt auf der Rückbank mit dem Kopf auf den Füssen meiner Frau und schläft."
So weh es tat, aber es beruhigte doch auch.

Nun das Leben geht weiter, mittlerweile ist Bandit schon über ein Jahr in Deutschland. Er macht seinen Leuten große Freude. Achja, mit den Katzen gab es keine wirklichen Probleme. Eine weicht Bandit aus und die Andere schlief schon nach kurzer Zeit zwischen seinen Vorderpfoten. Auch habe ich vor kurzen erfahren das er nun eine kleine Freundin bekommen hat. Eine Jack-Russel-Mix-Hündin aus einem Tierheim. Woow, was für ein Service!

Und noch etwas: Bandit ist mit seinem Herrchen viel am Hundesportplatz und gewinnt dort einen Pokal nach Anderen. Bilder folgen noch! Wir sind ja sooooo stolz auf dich hier, Bandit! Bist ein Pfundskerl !Wir freuen uns schon auf deinen baldigen Besuch und ich hoffe ich kann dann viele Fotos von dir machen, zum Anschauen wenn du wieder bei dir zu Hause bist.
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