Anekdoten
RabenschwarzDebora kam mit knapp 4 Monaten zu uns. In der ersten Zeit ging sie auf unseren Spaziergängen nur an der Leine. Das hatte mehrere Gründe, einerseits um war da die Phase der Eingewöhnungszeit und andererseits damit sie lernt angeleint zu gehen. Mit ein Grund war auch das Debora am 30. Dezember zu uns kam, und durch den Jahreswechsel viele Knallkörper in der Luft waren. Nun war es so das an den Wochenenden oft meine Freundin Michi mit ihren Golden Retrievern zu uns auf Besuch kam. Wir sind dann oft in den naheliegenden Feldern, bzw. den dort befindlichen Feldwegen, mit den Hunden spazieren gegangen. Michis Hunde und auch Alegro durften dabei rumtoben wie ihnen der Sinn danach stand, nur eben Klein-Debi noch nicht. Dieser Zustand war aber schon am 1sten Wochenende unerträglich für uns, denn man sah eindeutig das Klein-Debi mitwollte. Jaja... Frauchen gelobt Besserung *gg* Am 2ten Wochenende bewaffnet mit viiiielen Leckerchen in der Jackentasche und einer Kurzleine, durfte sie dann auch mit toben. Die Kurzleine (1m) war an ihrem Halsband festgemacht und störte sie nicht im Geringsten. Immer wieder, in passenden Abständen, hab ich sie gerufen und mit Leckerchen ihr Kommen belohnt. Debi hat das wirklich schnell begriffen - Rufen = Fressen *Jammiiiiiii* ;o)) Alles ging gut und keine Sorgen quälten uns bis... ja bis...
.... zu dem Zeitpunkt als die Großen etwas ruhiger wurden und ihr übermütiges Spiel nachließ, sie sich dem ausgiebigen Schnuppern am Feldwegrand hingaben. Debora war fad, aber nicht müde. So kam es das auch sie sich nach einer möglichen Beschäftigung umsah. Mit dem ausgiebigen Schnuppern hatte sie es ja nicht so, also musste da was Anderes her *g*. Und wie das so auf Feldern im Winter ist sitzen da meist Raben, oder auch Krähen, stochern mit ihren Schnäbeln in der Erde rum und denken an nichts Böses. Schon gar nicht an Klein-Debora! Kennen die Tusse ja gar nicht *looool* Debi jedoch hatte, sie kaum entdeckt, auch schon begonnen loszustürmen mit ihren kurzen Beinchen. Man glaubt ja nicht was für ein Tempo die Minidame schon jetzt drauf hatte ;o) Nun half kein Rufen mehr und ich hab es auch gar kein drittes Mal versucht, denn es wäre absolut zwecklos gewesen. Alegro der diese Situation mitbekommen hatte kam zu mir. Wer nun Alegro näher kannte, weiß dass er ein Arbeitstier war und "Aufträge" gerne entgegennahm. Ali liebte es unübliche "Dinge" zu apportieren, dass beruht noch auf seine ehemalige Ausbildung zum Rettungshund. Alegro bekam also sein Kommando und stürmte hinter Debora her, überholte sie in kurzer Zeit und blieb vor ihr stehen. Das wiederum bremste Debora sehr effektiv, indem sie auf ihn auflief *autsch* Hier wird auch vielleicht dem Einen oder Anderen unter euch Lesern klar warum ich die Leine an Debi dran gelassen habe. Alegro hat die Leine in sein Maul genommen und Debi einfach mitgenommen. Einziges Problem an der Sache - Debi wollte nicht mit ihm zurück - Neiiiiin !!! Die kleine Hundedame stemmte ihre Vorderpfoten in den Acker und setzte sich auf ihr Hinterteil. War sie doch der Meinung so Ali auszubremsen *lach* Nein, also das ging mal auf gar keinen Fall gut für sie aus, denn Ali ist da Unbestechlich. Debi wurde nun erbarmungslos mitgezogen, nicht wirklich grob fahrlässig, aber doch sehr bestimmt. Naja, was soll ich noch sagen? Als Alegro mit Debora bei mir am Feldweg ankam war Ali mächtig stolz auf den erfüllten Auftrag und holte sich sein Goodie bei mir und Klein-Debi....??? Auweia !!! Die war mächtig sauer und rabenschwarz von der feuchten Felderde, welche sie mit den Vorderpfoten ja herrlich aufgewühlt hatte *looool* Keine Angst, sie bekam auch ihr Leckerchen ab, denn ICH musste sie ja nicht holen und zurückgekommen ist sie ja - wenn auch mit nem "Schubser" von Ali ;o)))
Ab dieser Szene gab es nie wieder Problem mit Raben, oder sonstigen Getier in der freien Wildbahn. Auch folgte sie nun lieber unserem Ruf, als dem der freien Wildbahn *gg* Bei uns gab es zumindest Leckerchen, und Alegro blieb ihr somit erspart ;o)

